Gartenschau 2025, Unser Dorf
Gemeinde Baiersbronn setzt sich für mehr Artenvielfalt ein

Mittlerweile ist bekannt, dass die Artenvielfalt weltweit dramatisch sinkt. In Deutschland sind aktuell besonders die heimischen Insekten betroffen. Wissenschaftler gehen von einem Rückgang um bis zu 70% aus. Um dieser Entwicklung etwas entgegenzusetzen, führt die Gemeindegärtnerei Baiersbronn an verschiedenen Stellen Pflanzungsmaßnahmen durch, die das Nahrungsangebot der Insekten, wie beispielsweise Wildbienen verbessern soll. „Wir probieren gerade verschiedene Konzepte aus, die die Artenvielfalt steigern sollen. Wir sammeln damit wertvolle Erfahrungen und wissen für die Zukunft dann, was in Baiersbronn, mit seinen klimatischen und geographischen Besonderheiten am besten wächst und funktioniert,“ erklärt Niko Züfle, Leiter der Gemeindegärtnerei Baiersbronn.

Über den vergangenen Sommer hat die Gemeindegärtnerei tausende Wildblumen gesät und in ihren Gewächshäusern großgezogen. Somit konnten jetzt 8.200 vorgezogene Wildblumen im Kurgarten Oberdorf in Baiersbronn gepflanzt werden. Insgesamt wurden dazu 20 verschiedene Wildblumenarten, wie zum Beispiel Königskerze, Schafgarbe oder Huflattich verwendet.

Das ist aber noch nicht alles: „Wir versuchen durch andere Mähkonzepte die Biodiversität auf bereits vorhandenen Flächen zu steigern und konnten bereits erste Erfolge verbuchen,“ sagt Züfle stolz.

Auch wurden in Klosterreichenbach in der Nähe des Naturgolfplatzes Pflanzen auf einer kleinen Insel im Reichenbach vorgenommen, die als Nahrung und Lebensraum für Insekten und Vögel wertvoll sind.

Außerdem hat Niko Züfle ein Konzept für eine Staudenpflanzung entwickelt, welches Schmetterlingen, Bienen und anderen Insekten vom Frühjahr bis in den Herbst hinein blühende Pflanzen als Nahrung bietet.

„Wichtig ist es, dass jede Pflanze an dem für sie richtigen Standort wachsen kann. Eine ideale Pflanzung ist ein Garten für Faule, die wenig Pflege bei einem optimalen Ergebnis benötigt,“ erklärt der Leiter der Gemeindegärtnerei.

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