Unser Dorf
Friedensbaum in Baiersbronn ist nicht mehr zu retten

Der Friedensbaum auf dem Hirschkopf in Baiersbronn muss gefällt werden, da er akut umsturzgefährdet ist. Nachdem im Jahre 2005, während eines schweren Unwetters die Spitze des Baumes abgebrochen ist, begann der schleichende Verfall. Durch die Verletzung konnten so Schädlinge und verschiedene Fäulnispilze ins Innere des Baumes eindringen und ihn so langsam zerstören.

Der Gemeindeforstbetrieb hat einen Sachverständigen damit beauftragt zu prüfen, ob der Baumriese erhalten werden kann. Das Gutachten des Experten hat aber den Verdacht der Gemeindeförster bestätigt: Der Baum ist von den Fäulnispilzen unwiederbringlich geschädigt.

Da auch der Gemeindeforst der Verkehrssicherungspflicht unterliegt, ist es oberstes Gebot für die Sicherheit der Wanderer und Radfahrer zu sorgen. Aus diesem Grund müssen kranke oder beschädigte Bäume gefällt werden, bevor es zu einer gefährdenden Situation kommt. So wird nun auch diesen Herbst mit dem Friedensbaum verfahren.

Um der besonderen Rolle des Baumes gerecht zu werden, wird der gefällte Baum vor Ort belassen. Die Besucherinnen und Besucher können so den gesamten Lebenszyklus des Baumes erleben. Totholz ist ein wichtiger Lebensraum für verschiedene Arten wie Insekten, Vögel, Pilze, Flechten und Moose. Totholz wirkt außerdem direkt auf das Mikroklima in der unmittelbaren Umgebung ein und schafft so neues Leben.

Die Mammutbäume kamen durch den naturverbundenen König Wilhelm I. von Württemberg ins Land. Die Bäume wurden verschult und ab 1870 im ganzen Land gepflanzt. Der Baiersbronner Friedensbaum wurde im Jahre 1871 gepflanzt. Die Baiersbronner Bürgerinnen und Bürger müssen aber auch in Zukunft nicht auf einen Mammutbaum auf dem Hirschkopf verzichten. Nur wenige Meter weiter wächst bereits ein neuer Mammutbaum, der bereits eine beachtliche Größe erreicht hat.

Schreibe einen Kommentar