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Regierungspräsidentin Sylvia Felder auf Gemeindebesuch in Baiersbronn

Baiersbronn. Die Karlsruher Regierungspräsidentin Sylvia Felder besucht die Gemeinde Baiersbronn, um sich vor Ort über aktuelle Themen zu informieren.

Am 21. Juli 2020 fand der Antrittsbesuch von Regierungspräsidentin Sylvia Felder in der Gemeinde Baiersbronn statt. Felder ist seit April 2019 im Amt und lernt nach und nach alle Städte und Gemeinden in ihrem Regierungsbezirk kennen. Der Besuch in Baiersbronn hat sich coronabedingt um einige Wochen verschoben. Die Regierungspräsidentin wurde von Bürgermeister Michael Ruf, den Amtsleitern der Gemeinde Baiersbronn und

den Fraktionsvorsitzenden des Gemeinderates im Rosensaal in Empfang genommen. Auf der Agenda stehen eine breite Palette an aktuellen Themen aus Baiersbronn, wie beispielsweise das erhöhte Verkehrsaufkommen in Folge des Tunnels in Freudenstadt. Daraus folgt, dass am Baiersbronner Bahnhof ein Kreisverkehr unerlässlich ist, um die Situation im Ort zu entspannen. Eine weitere Maßnahme zur sinnvollen Verkehrslenkung ist der Ausbau der L350 zwischen Schönegründ und Besenfeld. Sylvia Felder sagt dazu: „Ich verstehe Ihre Bedenken bezüglich des geplanten Tunnels. Laut unseres Gutachtens ist aber kein zusätzlicher überregionaler Verkehr zu erwarten. Das Hauptverkehrsaufkommen wird auch weiterhin innerörtlicher Natur sein.“ Ein weiteres Vorhaben im Straßenbau ist die Sanierung der L401 Richtung Ruhestein.

Zur Sprache kam auch die gelungene Neugestaltung der Freudenstädter Straße. „Die B462 ist die Lebensader des Murgtals. Wir denken das Murgtal ganzheitlich. Gerne möchten wir Sie auch in Zukunft unterstützen, um die Entwicklung der Region positiv zu begleiten,“ betont Regierungspräsidentin Felder.

Bürgermeister Ruf erklärt die Bedeutung der Sanierungsprogramme für Baiersbronn und macht dies am Beispiel der sanierten Kämmerei deutlich: „Unsere Kämmerei wurde kernsaniert und ist jetzt ein modernes, energieeffizientes Verwaltungsgebäude. Gleichzeitig konnte der historische Charakter, der ortsbildprägend ist, erhalten bleiben.“ Felder erwidert darauf: „Mein Dank gilt der Gemeinde Baiersbronn und ihren Bürgerinnen und Bürgern. Die Bürgerinnen und Bürger nehmen die Sanierungsprogramme an und nutzen die Fördermittel. Das fördert die Gemeinschaft und die Lebensqualität im Ort und wird von allen gemeinsam getragen.“

Gerade das neue Sanierungsgebiet im Ortsteil Friedrichstal in von herausragender Bedeutung erklärt Bürgermeister Ruf: „Friedrichstal ist ein historisch bedeutender Ort. Die Entwicklung der Industrie im Tal wurde durch die Schwäbischen Hüttenwerke maßgeblich beeinflusst. So hat die dortige Produktion die württembergische Agrarrevolution maßgeblich vorangetrieben.“

Ein weiteres wichtiges Baiersbronner Thema ist der Tourismus. Patrick Schreib, Tourismusdirektor der Gemeinde Baiersbronn, hob hervor, dass die Corona-Pandemie sehr schwierig für den Tourismus war. „Wir hoffen, dass keine zweite Welle kommt. Die Baiersbronn Touristik hat aus Verantwortung gegenüber der Bevölkerung und den touristischen Betrieben Großveranstaltungen verschoben, um keine Gefährdungssituationen zu schaffen,“ erklärt der Tourismusdirektor. „Nichtsdestotrotz stehen in Baiersbronn in den nächsten Jahren enorme Entwicklungen an, die den Ort und den Tourismus weiter nach vorne bringen. Neben der Gartenschau im Jahr 2025 ist die geplante Seilbahn eines der Großprojekte in der nahen Zukunft. Baiersbronn ist dynamikresistent und somit gut gewappnet für die kommenden Herausforderungen,“ sagt Schreib. Und die Zahlen geben ihm Recht. Seit die Gästezahlen erfasst werden, war das Jahr 2019 das Jahr mit den meisten Gästen in Baiersbronn.

Auf die Frage, wie die Regierungspräsidentin Baiersbronn sieht, entgegnet Felder: „Das Motto ist: Gemeinsam Zukunft gestalten. Baiersbronn hat vielfältige Projekte. Was für den Tourismus gut ist, ist auch für die Bürgerinnen und Bürger gut. Baiersbronn ist auf einem sehr guten Weg in die Zukunft. Das Regierungspräsidium begleitet Baiersbronn sehr gerne auf diesem Weg und unterstützt, wo immer es uns möglich ist. Das Regierungspräsidium, ist nämlich nicht nur eine Genehmigungsbehörde – wir sind ein Dienstleister für die Gemeinden. Wir haben immer ein offenes Ohr und sind dialogbereit. Gerade die Gartenschau, die hier Mitten in der Natur stattfinden wird, bringt viele ökologische Themen mit sich. Unsere Naturschutzbehörde ist sehr gut aufgestellt. Der Schutz und Erhalt der Natur stehen immer im Vordergrund, wir können aber viel ermöglichen. Gerade im Hinblick auf die Gartenschau 2025 sind wir gerne beratend tätig.“

Weitere Themen, die Bürgermeister Michael Ruf vorgestellt hat, waren Holzbau in Baiersbronn, der Hochwasserschutz in der Gesamtgemeinde, sowie die Bedeutung der Nationalparkregion.

Im Anschluss besuchten die Regierungspräsidentin und der erste Landesbeamte gemeinsam mit Bürgermeister Michael Ruf Orte, an denen sich in Zukunft viel entwickeln wird. So war die Delegation in Friedrichstal um die dortigen Maßnahmen, wie beispielsweise den geplanten barrierearmen Abgang von der S-Bahn ins Tal sowie die Beseitigung des Bahnübergangs Boxenstop zu besichtigen. In Baiersbronn wurde der geplante Standort des Kreisverkehrs am Bahnhof näher betrachtet.

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