Unser Dorf
Gespendete Bäume für einen klimastabilen Gemeindewald

Vergangenen Herbst haben die Schülerinnen und Schüler des Richard-von-Weizäcker-Gymnasiums im Rahmen eines Schülergottesdienstes Ihre Mitschülerinnen und Mitschüler dazu aufgerufen achtsamer mit der Umwelt umzugehen. Es wurde noch während des Gottesdienstes, der von der evangelischen Kirchengemeinde Baiersbronn durchgeführt wurde, ein Spendenaufruf gestartet. Dabei kamen 190 Euro für Baumsetzlinge, die in ein lokales Aufforstungsprojekt fließen, zusammen. Bürgermeister Michael Ruf freute sich über das Engagement der Schülerinnen und Schüler und hat den gesammelten Betrag persönlich auf 380€ verdoppelt. „Es kommt darauf an, nicht nur zu reden, sondern auch durch Taten aktiv zu werden,“ betont Bürgermeister Ruf.

Ursprünglich war es von Bürgermeister Michael Ruf geplant, gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern die Bäume selbst zu pflanzen. Leider ist dies aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie nicht möglich gewesen, sodass die Bäume vergangene Woche durch den Gemeindeforst gepflanzt wurden. „Die aktuelle Lage soll uns nicht davon abhalten, unsere Versprechen einzulösen und uns für das Klima und die Zukunft des Gemeindewaldes einzusetzen,“ erklärt Bürgermeister Michael Ruf.

Auf der Fläche, die sich an einem Südwesthang in Friedrichstal befindet, wurden insgesamt 500 junge Roteichen gepflanzt. Dank der Spende der Schüler und des Bürgermeisters konnten so ungefähr 130 Roteichen gepflanzt und finanziert werden. Die jungen Bäume forsten somit eine Fläche wieder auf, die durch den Borkenkäfer völlig zerstört wurde. Das soll in Zukunft nicht mehr passieren. „Die gepflanzten Roteichen kommen sehr gut mit Trockenheit und Dürre klar und werden nicht vom Borkenkäfer befallen. Der Baiersbronner Gemeindewald soll Stück für Stück zu einem nadelbaumgeprägten Mischwald umgebaut werden. Dabei werden Baumarten eingesetzt, von denen angenommen wird, dass sie mit den klimatischen Herausforderungen der Zukunft zurechtkommen werden. In Baiersbronn kommen dabei unter anderem Robinien, Eichenarten, Lärchen, Küstentannen, Douglasien, Buchen und Walnussbäume zum Einsatz,“ erklärt der Forstbereichsleiter der Gemeinde Gregor Sprenger. Neben den 500 Roteichen wurden im vergangenen Jahr 3.000 Douglasien, 1.000 Lärchen und viele andere Baumarten im Gemeindewald gepflanzt.

Selbstverständlich werden aber auch gewohnte Baumarten wie die Weißtanne und die Fichte weiterhin eine große Rolle spielen. Das erklärte Ziel ist es einen klimastabilen Mischwald zu bekommen.

Um dieses Ziel zu erreichen, kommen jährlich ca. 40 -50 Hektar geeigneter Waldfläche in die Jungbestandspflege. Damit will man eine Baumartenmischung erhalten und Einzelbäume stabilisieren, die an das sich verändernde Klima angepasst sind. Diese Methode ist besonders praktikabel, da sie sich die natürliche Verjüngung des Waldes zu Nutze macht. Weitere Methoden sind das frühzeitige Durchforsten zu Gunsten von Baumarten, die zu einem stabilen, vielfältigen Mischwald beitragen sowie Pflanzungen auf freien Flächen, die durch Stürme oder Schädlingsbefall entstanden sind.

 

 

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