Energie, Unser Dorf
Nahwärme für Klosterreichenbach

Bürgermeister Michael Ruf eröffnet am 11. März den Infoabend zur geplanten Nahwärmeversorgung in Klosterreichenbach. „Die Energiewende gehört zu einer der größten Herausforderungen unserer Zeit. Auch wir, die Gemeindewerke Baiersbronn, haben uns den Fragen zum Klimaschutz gestellt. Neben unserer regenerativen Wasserkraft bieten wir ab 2021 für unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger in Klosterreichenbach den Anschluss an die neue Nahwärmeversorgung und somit eine kostengünstige und preisstabile Wärmeversorgung an,“ erklärt Bürgermeister Michael Ruf.

Da in Klosterreichenbach kein Gasnetz verlegt ist, kann jetzt durch die Nahwärme ein alternatives Energiekonzept vorgelegt werden. In der Gemeinde Baiersbronn hat man bereits erste Erfahrungen mit dem Wärmeverbund im Baiersbronner Unterdorf sammeln können. Die Gemeindewerke Baiersbronn nutzen dort Blockheizkraftwerke um den Wärmeverbund aus Freibad, Eislaufhalle, Grundschule, Schwarzwaldhalle und Rosenpark mit effizienter Nahwärme zu versorgen. Grundsätzlich ist der Wärmeverbund im Unterdorf erweiterbar.

Nahwärme ist ein zentraler Baustein, um den Klimaschutz in der Region voranzubringen. Sie vereint ökologische Vorteile mit dem Nutzen der Anschlussnehmer und ist flexibel bei der Wärmeerzeugung. Das Wärmenetz in Klosterreichenbach soll künftig mit einem Hackschnitzelkessel zur Verbrennung von Resthölzern aus den umliegenden Wäldern betrieben werden. Der Holzschnitzelkessel speist CO2–neutrale Wärme in das neue Wärmenetz ein. Zusätzlich wird die Abwärme der Wäscherei Kafa genutzt. Die Abwärme fällt beim Betrieb der Waschmaschinen und der Trockner an. Durch die Nutzung der nicht vermeidbaren Abwärme wird die Energieeffizienz der eingesetzten, regenerativen Brennstoffe und die Wirtschaftlichkeit des Reinigungsbetriebs gesteigert. Das Erneuerbare Wärmegesetz schreibt für Wohn- und Nichtwohngebäude im Falle eines Kesseltausches den Einsatz erneuerbarer Energieträger vor. Zur Erfüllung stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Eine davon ist ein Anschluss an ein Nahwärmesystem, das mit erneuerbaren Energieträgern betrieben wird. Derzeit ist ein Anteil von 15 Prozent an erneuerbarer Energie vorgeschrieben, der bei der Wärmeversorgung Klosterreichenbach weit übertroffen wird.

So funktioniert die Nahwärme

Die Wärme wird in Form von heißem Wasser über ein wärmegedämmtes, geschlossenes Rohrleitungssystem (Wärmenetz) zu den einzelnen Abnehmern transportiert. Jedes Haus erhält eine Übergabestation, die vom Netzbetreiber installiert und gewartet wird. Sie regelt die Wärmeabgabe an die Heizanlage der Abnehmer und trennt diese gleichzeitig vom Nahwärmenetz. Die benötigte Wärme wird über einen Wärmetauscher vom Wärmenetz auf das Heizsystem des Kunden übertragen und durch einen Wärmezähler erfasst und abgerechnet.

Eine unverbindliche Beratung und weiterführende Informationen sind auf der Homepage der Gemeindewerke Baiersbronn zu finden: https://gemeindewerke-baiersbronn.de/waermeversorgung

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