Unser Dorf
Schüler des Richard-von-Weizäcker-Gymnasiums spenden Bäume

Die Schülerinnen und Schüler des Richard-von-Weizäcker-Gymnasiums haben im Rahmen eines Schülergottesdienstes ihre Mitschülerinnen und Mitschüler dazu aufgerufen achtsamer mit der Umwelt umzugehen. Pfarrer Daniel Vögele von der evangelischen Kirchengemeinde Baiersbronn stellte den Gottesdienst unter das Motto #healtheworld. Die Bewahrung der Schöpfung nahm dabei einen zentralen Stellenwert ein.

Die Schülerinnen und Schüler starteten während des Gottesdienstes einen Spendenaufruf zugunsten des Klimaschutzes. Die Lehrer und Schüler sammelten noch während des Gottesdienstes für ein lokales Aufforstungsprojekt im Baiersbronner Gemeindewald. Dabei kamen 190 Euro für Baumsetzlinge zusammen.

Bürgermeister Michael Ruf freut sich über das Engagement der Schülerinnen und Schüler und hat angekündigt, dass er persönlich den gesammelten Betrag verdoppeln wird. Somit fließen insgesamt 380 Euro in das Aufforstungsprojekt der Schülerinnen und Schüler. Bürgermeister Ruf wird im kommenden Frühjahr gemeinsam mit den Schülern und ihrem Schulleiter Marco Finkbeiner bei einer gemeinsamen Pflanzaktion selbst zur Hacke greifen. „Die Bäume selbst zu pflanzen schafft eine große Verbundenheit zur Natur. In unserer Gesellschaft kommt es darauf an anzupacken und nicht nur zu reden,“ sagt Michael Ruf. Er betont weiter, dass es auf jeden einzelnen Baum ankommt, auch wenn es in Baiersbronn sehr viele davon gibt. Umweltschutz muss mehr in den Fokus gerückt werden, das soll aber mit dem nötigen Augenmaß geschehen.

Marco Finkbeiner, Schulleiter des Richard-von-Weizäcker-Gymnasiums macht eine einfache wie wichtige Rechnung: „Jeder gepflanzte Baum kann ungefähr eine Tonne Kohlenstoff speichern. Bei den 100 Bäumen, die wir pflanzen werden, macht das 300 Tonnen CO2, die in den nächsten Jahren der Atmosphäre entzogen werden. Er erklärt, dass es in Baiersbronn schön sei, gemeinsam mit der Gemeindeverwaltung etwas für die Umwelt zu tun und bedankt sich für die Unterstützung. Bürgermeister Ruf stellt klar, dass er sich jederzeit über neue Ideen und Initiativen freut und ermutigt die jungen Leute auch ganz direkt auf ihn zuzukommen.

Jan Meirle, stellv. Forstbereichsleiter der Gemeinde Baiersbronn erklärte, dass für diesen Betrag ungefähr 100 Baumsetzlinge für die Aufforstungsaktion gekauft werden können. Dabei sollen besonders Baumarten gepflanzt werden, die mit den veränderten klimatischen Bedingungen zurechtkommen. Die Bäume müssen hitze- und dürreresistent sein und ein tiefgehendes Wurzelwerk ausbilden um auch Wasser aus tieferen Erdschichten aufnehmen zu können. Die Douglasie beispielsweise erfüllt eine Reihe dieser Anforderungen. Der Baiersbronner Gemeindewald soll Stück für Stück zu einem nadelbaumgeprägten Mischwald umgebaut werden. Dabei werden Baumarten eingesetzt, von denen angenommen wird, dass sie mit den klimatischen Herausforderungen der Zukunft zurechtkommen werden. In Baiersbronn kommen dabei unter anderem Robinien, Eichen, Lärchen, Douglasien, Buchen und Walnussbäume zum Einsatz. Selbstverständlich werden aber auch die heimische Weißtanne und die Fichte weiterhin eine große Rolle spielen. Das erklärte Ziel ist es einen klimaresistenten Mischwald zu bekommen.

Um dieses Ziel zu erreichen, kommen jährlich ca. 40 -50 Hektar geeigneter Waldfläche in die Jungbestandspflege. Damit will man eine Baumartenmischung erhalten, die an das sich verändernde Klima angepasst ist. Diese Methode ist besonders praktikabel, da sie sich die natürliche Verjüngung des Waldes zu Nutze macht. Weitere Methoden sind das Durchforsten zu Gunsten von Baumarten, die zu einem vielfältigen Mischwald beitragen sowie Pflanzungen auf freien Flächen, die durch Stürme oder Schädlingsbefall entstanden sind.

 

Schreibe einen Kommentar